Cristina Spoerri Stiftung

Künstlerin und 
Pionierin für Frauen in der Kunstwelt

Geboren wurde Cristina Spoerri-Sprenger (1929–2013) in der Nähe von Locarno, wo sich ihr Vater Emil Sprenger bereits 1919 als freischaffender Maler mit seiner Familie niedergelassen hatte. Ein dem künstlerischen Schaffen aufgeschlossenes Milieu prägte ihre Jugendjahre.

Mit 16 Jahren trat sie in die Scuola d’Arte Ticinese in Locarno ein. Darauf folgte ein Studienaufenthalt an der Kunstgewerbeschule Zürich mit Kursen bei Otto Morach (angewandte und freie Kunst) und Johannes Itten (Farbenlehre). 1952 bezog Cristina Spoerri ihr eigenes Atelier in Zürich und begann mit der Künstlergruppe Réveil im Kunsthaus Zürich auszustellen. Nach ihrer Heirat im Jahr 1957mit dem Architekten Bernhard Spoerri siedelte sie nach Basel über.

Seit 1960 lebte das Paar in Reinach BL. Cristina Spoerri bezog ein Atelier in der Ateliergenossenschaft Basel in der Kaserne Basel. 1964 wurde die Künstlerin anlässlich eines Stipendienwettbewerbs mit dem Preis der Eidgenossenschaft geehrt. 1969 erhielt sie das Eidgenössische Kunststipendium. Cristina Spoerri war Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen (GSBK). 1976 trat sie als Aktivmitglied der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten GSMBA (heute visarte) bei.

Neben Tafelbildern entstanden in Basel und Umgebung auch einige Werke am Bau (Alterssiedlung Riehen, Radiostudio Basel, Friedhofsanlage Fiechten in Reinach). 1985 erhielt die Künstlerin den Kunstpreis der Basler Zeitung, dem 1989 eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel unter Leitung von Jean-Christophe Amman folgte.

Ab 1991 stellte Cristina Spoerri regelmässig in den Galerien Ursula Wiedenkeller, Zürich und Graf & Schelble, Basel aus. 1994 wurde ihr der Basellandschaftliche Kunstpreis für Bildende Kunst zugesprochen. 2004 erhielt sie für ihr Gesamtwerk den Reinacher Preis für kulturelles Schaffen.

Am 1. Oktober 2013 ist Cristina Spoerri an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.

Werke

Brief A, um 1980, Sammlung Kunstkredit, Archäologie und Museum Baselland
Ohne Titel, 1972, Cristina Spoerri Stiftung
Ohne Titel, 2000, Cristina Spoerri Stiftung
Durchblick, 1972, Cristina Spoerri Stiftung
Ohne Titel, 1990, Cristina Spoerri Stiftung
Zeichenbild, 2005, Cristina Spoerri Stiftung

Erhaltung und Veröffentlichung des Lebenswerkes der Stifterin

Die Cristina Spoerri Stiftung wurde am 9. April 2008 als gemeinnützige Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) mit Sitz in Reinach BL, gegründet. Die Stiftung bezweckt die Erhaltung und Veröffentlichung des Lebenswerkes von der Stifterin Cristina Spoerri. Es ist ein Anliegen der Stiftung, das Werk der Basler Künstlerin vor der Vergessenheit zu bewahren. Diese Aufgabe versucht die Stiftung durch Ausstellungen und Publikationen zu erfüllen.

Stiftungsrat
Sabine Schaschl, Präsidentin
Dr. Donald Stückelberger
Mariuccia Sprenger
Urs Loosli-Corrodi
Jan Kiefer
Kurt Haldimann
Serge Brand

Publikation

Cristina Spoerri
Bildergeschichten aus Kreis, Kreuz, Dreieck und stillen Farben

Erste umfassende Würdigung des künstlerischen Werks von Cristina Spoerri

Mit einem jährlich vergebenen Stipendium unterstützt die Stiftung gezielt Nachwuchs-künstler:innen aus den Kantonen Baselland und Basel-Stadt

Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die finanzielle Unterstützung von Nachwuchskünstler:innen mit einem einmaligen Stipendium. Diese sollten vorwiegend in den Kantonen Baselland oder Basel-Stadt wohnhaft oder tätig sein.

Die Auswahl der infrage kommenden Künstler wird von einem Ausschuss, der aus Fachleuten besteht, getroffen.

Einmal jährlich unterbreitet der Ausschuss dem Stiftungsrat eine begründete Auswahl von Vorschlägen. Die Wahl der begünstigten Künstler und Künstlerinnen und den Entscheid über die Verteilung der Gelder erfolgt durch den Stiftungsrat und die/den Vorsitzende/n des Ausschusses durch Mehrheitsentscheid.

Unterstützt werden alle zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen.

Preisträger:Innen

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